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Aktuelles auf einen Blick

 
 
Mittwoch, 13. Oktober, 18.15 Uhr

Spiegelsaal in der Forschungsbibliothek Gotha

Olaf Eigenbrodt (Hamburg):

Mit neuen Anforderungen verändert sich auch der Blick auf den Bibliotheksraum. Forschung findet heute oftmals im medialen Zwischenraum von digitaler Information, schriftlicher Quelle und historischem Original statt. Gleichzeitig sind Kollaboration und direkte Begegnung immer wichtiger geworden. In Bibliotheken realisiert sich so einerseits über mediale Grenzen hinweg ein ganzheitlicher Blick auf die Gegenstände des Erkenntnisinteresses und andererseits eine Form von Zusammenarbeit, die zeitliche und räumliche Grenzen überwindet. Beide Ideen sind – insbesondere in einer Umgebung wie dem Schloss Friedenstein – nicht neu, aber heute auf völlig neue Weise präsent. Was bedeutet dies für den Bibliotheksraum als Wissensraum? Wie kann die Bibliothek als Ort diese Prozesse unterstützen? Und welche Anforderungen ergeben sich daraus an die „Bauaufgabe Bibliothek“? Diesen Fragen geht der Vortrag nach und stellt erste Skizzen und Ideen zu zukünftigen Bibliotheken vor.

Olaf Eigenbrodt ist stellv. Direktor an der
Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky sowie Lehrbeauftragter am Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft an der Humboldt Universität zu Berlin. Olaf Eigenbrodt hat als Baureferent zahlreiche Bauvorhaben von Bibliotheken begleitet, u.a. den Neubau des Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrums Berlin. Zahlreiche Veröffentlichungen zu den Themen Bibliotheksbau, Bibliothekssoziologie sowie Informationsmanagement in Bibliotheken.

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Unser Mitglied Matthias Hey hat es wieder getan - und bei den beliebten Illuminaten-Führungen durch den Gothaer Schlosspark Spenden für Gothaer Vereine gesammelt. 4.400 Euro sind trotz Pandemie und Schlechtwettersommer 2021 zusammen gekommen. Diese Summe teilen wir uns wie immer mit den Orangerie-Freunden.
Diese Spendensammlung hat ja mittlerweile Tradition und wird von Matthias Hey bereits im 13. Jahr durchgeführt. Wir danken ihm sehr herzlich für diese kraftvolle Unterstützung des Freundeskreises, die uns nach den schwierigen letzten Monaten besonders gut tut!
 

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Mit der Veranstaltungsreihe "Ich packe meine Bibliothek aus" lädt der Freundeskreis der Forschungsbibliothek Gotha e.V. bekannte Persönlichkeiten ein, die von ihren Büchersammlungen - und dadurch zugleich aus ihrem Leben - berichten.

Mittwoch, 29. September 2021, 18.15 Uhr

Judith Schalansky im Gespräch mit Andreas Platthaus

Forschungsbibliothek, Spiegelsaal

Bitte beachten Sie die aktuellen Pandemie-Hinweise zu der Veranstaltung auf unserer Homepage.

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Ab sofort und bis auf weiteres führen wir wieder analoge Veranstaltungen durch.

Bitte beachten Sie, dass wir dabei den 3G-Regeln folgen.

Damit folgen wir den aktuellen Vorgaben zum Infektionsschutz. Das heißt, zur Teilnahme ist der Nachweis einer doppelten Impfung, einer Genesung oder eines aktuellen PCR-Testes oder eines vor Ort unter Aufsicht durchgeführten Selbstestes (Tests müssen mitgebracht werden) erforderlich. Zur Sicherstellung der Nachverfolgung bitten wir vor Ort um die Abgabe der Personendaten.
 

Die Bestuhlung im Spiegelsaal ist auf  50 Personen begrenzt. Bis zur Einnahme des Sitzplatzes bitte Mundschutz tragen. Wir danken sehr herzlich für die Beachtung und freuen uns auf Sie!

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Dienstag, 21. September 2021, 18.15 Uhr,
Spiegelsaal in der Forschungsbibliothek Gotha
 
Sternwarten waren im 18. und 19. Jahrhundert nicht nur Orte der Himmelsbeobachtung, sie waren auch geodätische „Leuchttürme“, denn infolge jahrzehntelanger astronomischer Ortsmessungen kannte man im Regelfall die geographischen Koordinaten der Observatorien mit sehr hoher Genauigkeit. Doch während beispielsweise die Sternwarte in Greenwich wegen genau dieser Funktion allgemein bekannt ist, sind andere „Leuchttürme“ fast in Vergessenheit geraten. Hätten Sie gewusst, dass man, ausgehend von der Sternwarte auf dem Seeberg bei Gotha, große Teile Deutschlands vermessen und den Wert für die Abplattung der Erde festgelegt hat? Die Mitteleuropäische Gradmessung, mit deren Hilfe man im 19. Jahrhundert einen für lange Zeit gültigen mittleren Erdellipsoid festlegte, wurde ebenfalls im 19. Jahrhundert zunächst von Gotha aus koordiniert.

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Sebastian Stuertz ist Autor aus Hamburg.

Er debütierte im Frühjahr 2020 mit „Das eiserne Herz des Charlie Berg“ im btb Verlag, sein nächster Roman „Da wo sonst das Gehirn ist“ erscheint im Herbst 2022. 

Zur Zeit arbeitet er an einer Familiensaga, die zum Teil bis ins Mittelalter zurückreicht. Im August wurde er für eine Woche eingeladen, um in der Forschungsbibliothek Gotha zu recherchieren – im Rahmen eines von drei „Ministipendien“, die zusätzlich zum einmonatigen Stipendium für literarisch arbeitende Autor:innen vergeben wurden.

Im Netz findet man ihn unter www.stuertz.org

 

Anfang August durfte ich auf Einladung der Kulturstiftung des Freistaats Thüringen, des Freundeskreises der Forschungsbibliothek Gotha, des Forschungszentrums Gotha sowie der Literarischen Gesellschaft Thüringen eine Woche in Gotha verbringen und in der Forschungsbibliothek für meinen nächsten Roman in alten Schriften recherchieren ... sehr spannend!

Es ist ja eine wirkliche Bücherwunderwelt, die hier auf mehreren Etagen in diversen Räumen und Sälen lagert. Zunächst bekam ich eine Privatführung von Frau Seifert, die sich während der ganzen Woche hervorragend um mich kümmerte und mir wertvolle Recherche-Tipps (auch über die FB hinaus) für mein Projekt mitgeben konnte. Da ich nicht als Historiker mit Spezialgebiet hergekommen bin, um zu forschen, sondern als Geschichtenerzähler überwiegend auf der Suche nach Inspiration, Ideen und Hintergründen für meinen nächsten Roman war, habe ich recht breit gefächert in verschiedensten alten Quellen gestöbert: Mich interessierte die Binnenschifffahrt in den Kriegsjahren, Hexenglaube, Klöster in Niedersachsen – aber auch Auswandererbriefe von ehemaligen Ostfriesen aus Amerika in die Heimat. Da ich auch Interesse an der mittelalterlichen Darstellung von Fabelwesen hatte, lud mich Prof. Dr. Monika Müller ein und zeigte mir wertvolle, sehr fein gearbeitete mittelalterliche Handschriften. Faszinierend! Besonders schön war es auch, die Begeisterung von Frau Müller zu spüren, die einige dieser Schriften bis dahin selbst noch nicht in Augenschein nehmen konnte.

 

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wir freuen uns, Ihnen eine Neuerscheinung der Schriftenreihe des Freundeskreises ankündigen zu können:

  • Bernd Kulawik, Rom in Gotha. Antike Architektur in Jacopo Stradas Gothaer Münzzeichnungen

Die Forschungsbibliothek Gotha besitzt mit Jacopo Stradas Magnum ac Novum Opus eine der umfangreichsten Sammlungen von Zeichnungen nach antiken Münzen. Da sie oft viel mehr Details zeigen als sie Münzen selbst, galten sie bisher als archäologisch eher unbedeutende Produkte künstlerischer Fantasie. Der Kunsthistoriker Bernd Kulawik zeigt, dass diese Zeichnungen tatsächlich mehr Aufmerksamkeit verdienen. Das reich illustrierte Bändchen ist zugleich das Ergebnis eines Forschungsaufanthaltes von Bern Kulawik, das der Freundeskreis im Rahmen eines Stipendium anlässlich des 10-jährigen Bestehens vergeben hat.

Der Band kann gegen eine Schutzgebühr von 10 Euro bei der Geschäftsstelle des Freundeskreises erworben werden (hoener@fk-fbgth.de). Mitglieder des Freundeskreises erhalten das Bändchen als Jahresgabe.

Mit dieser Publikation liegt nun der vierte Band unserer Schriftenreihe vor.

 

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